Sonntag, 16. November 2014

    
Franz Xaver Gruber-Grab (Komponist des Weihnachtsliedes
"Stille Nacht, heilige Nacht" in Hallein
                                                                           


STILLE NACHT, HEILIGE NACHT  wurde von Franz Xaver Gruber (1787-1863) komponiert und von Joseph Mohr (1792-1848) getextet.
Im Jahre 1818 zu Heiligabend fand in der Kirche St. Nikola in Oberndorf (Salzburg) die Uraufführung statt.

Die Melodie ist mit Funktions- u. Generalbässe und etliche Bassgänge ausgestattet worden.


Faksimile: "Stille Nacht, heilige Nacht"

ALLE JAHRE WIEDER  
Die Melodie schuf der Komponist und Pädagoge Friedrich Silcher (*27.06.1789 in Schnait; † 26.08.1860 in Tübingen) - den Text dafür, lieferte der Dichter Wilhelm Hey (* 26.03.1789 in Leina; † 19.05.1854 in Ichtershausen).


Der Melodie wurde mit einem Funktionsbass versehen und ist ein leicht spielbares Stück.


SCHNEEFLÖCKCHEN, WEIßRÖCKCHEN  ist ein bekanntes Winterlied, das oftmals auch im Advent gesungen wird.
Während der Verfasser der Melodie nicht bekannt ist, stammt der Text von der Kindergärtnerin Hedwig Haberkern (1837 - 1902 in Stenzel).

Das Stück steht in G-Dur und ist leicht spielbar.



IHR KINDERLEIN KOMMET  ist ein bekanntes Weihnachtslied aus dem 18. Jhdt.
Der Priester Christoph von Schmid (* 15.08.1768 in Dinkeslbühel; † 03.09.1854 in Augsburg) schrieb viele Kirchenlieder, darunter auch „Ihr Kinderlein kommet“, das er 1811 veröffentlichte.

Das Lied steht in A-Dur und und ist von ständigen Akkordbrechungen geprägt.


ES WIRD SCHO GLEI DUMPA
Der Pfarrer Anton Reiniger (* 1839 i Krenglbach/OÖ, † 1912 in Obernberg a.I.) verfasste 1884 zu einem alten Kirchenlied einen Mundarttext. 
Dieses Stück zählt wohl zu den berühmtesten Weihnachtsliedern, die im Dialekt geschrieben wurden.

Als wichtiges gitarretechnisches Mittel wurde hierbei der „gleichzeitige Anschlag mit Nachschlag eines Fingers“ verwendet.

MARIA DURCH EIN' DORNWALD GING  stammt aus einer Sammlung geistlicher Lieder, die 1850 von August v. Haxthausen und Dietrich Bocholtz-Asseburg veröffentlicht wurden.

Dieses im mittleren Schwierigkeitsgrad gesetzte Stück steht in a-Moll 
und trägt polyphone Züge.

O TANNENBAUM  geht auf ein altes schlesisches Volkslied des 16. Jhdt. zurück.
Joachim August Zarnack (1777 - 1827) schrieb 1819 in Anlehnung an dieses Stück, ein Liebeslied. 
Zum Weihnachtslied avancierte es, als 1824 Ernst Anschütz (* 1780 in Goldlauter - † 1861 in Leipzig) die heute bekannte 2. u. 3. Strophe hinzufügte.

Die Melodie des Stückes wurde mit Lamentobässe, Sextenmelodien und etlichen Bassgängen untermalt.

LEISE RIESELT DER SCHNEE 
Der Pfarrer Eduard Ebel (* 1839 in Stargard, † 1905 i. Halle a.S.) hat dieses Stück unter dem Titel: Weihnachtsgruß - Ein Kinderlied, in dem Band „Gesammelte Gedichte“ (1895) veröffentlicht.

Hierbei handelt es sich um Musik mit programmatischen Inhalt. Typisch sind jene Momente, die man auch in der Natur zu hören und zu fühlen glaubt, wie z.B. 6/8 Takt, Absteigende Melodiephrasen (symbolisieren das rieseln der Schneeflocken), und Sextenmelodik. 

LASST UNS FROH UND MUNTER SEIN  ist ein deutsches Volkslied, das die Vorfreuden auf den Nikolausabend beschreibt.
Als Verfasser wird Josef Annegarn (Theologe, Pädagoge * 13.10.1794 in Ostmeiern; † 07.071843 in Braunster) vermutet, der das Lied 1821 schuf.

Dieses Stück steht in A-Dur und wirkt (aufgrund des gesetzten Wechselbasses) erheiternd, für Spieler wie Zuhörer.

STILL, STILL, STILL, WEIL‘S KINDLEIN SCHLAFEN WILL  ist ein Weihnachtslied, das erstmal 1865 in Salzburg, in einer Volksliedersammlung erschienen ist.
Die deutsche Textfassung wird Georg Götsch (Musikpädagoge * 01.03.1895 in Berlin; † 26.09.1956 i Friedrichshafen) zugeschrieben.

Dieses Lied steht in A-Dur und wird größtenteils in der II. Lage gespielt.
Den beiden A-Teilen, steht ein Funktionsbass-, dem B-Teil, ein "Folk-Picking-Bass"- und dem 3. A-Teil, ein Lamentobass zur Seite.

KLING, GLÖCKCHEN, KLINGELINGELING  ist ein Weihnachtslied aus dem 19. Jhdt. 
Die deutsche Textfassung geht auf Karl Enslin (* 1819; † 1875) zurück, die er über eine Melodie von Benedikt Widmann (* 1820; † 1910) geschrieben hat.

Den Ausdruck des heiteren Liedcharakters bewirken Wechselbässe, die im „Folk-Picking Style“, gesetzt sind.

WAS SOLL DAS BEDEUTEN?   ist ein Weihnachtslied das in dem Werk „Schlesische Volkslieder“ von Hoffmann vam Fallersleben (* 02.04.1798 in Fallersleben; † 10.01.1874 in Corvey) und Ernst Richter (* 24.10.1808 in Großschönau; † 09.04.1879 in Leipzig), im Jahre 1842 überliefert wurde. 

Als wichtige technische Spieltechnik fungiert hierbei der zweistimmige Anschlag mit Nachschlag eines Fingers.

FRÖHLICHE WEIHNACHT ÜBERALL  ist ein bekanntes Weihnachtslied aus dem 19. Jhdt., das wahrscheinlich aus England stammt, wobei der englischsprachige Text nicht bekannt ist.

Dieses Lied wurde mit imitatorischen Einsätzen ausgestattet, welche auch im barocken Zeitalter als wichtige Stilmittel galten. Danach welchseln Funktions- u. Generalbasslinien einander ab. 

SÜSSER DIE GLOCKEN NIE KLINGEN  ist ein bekanntes Weihnachtslied aus dem 
19. Jhdt.
Während die Melodie von einem traditionellen thüringischen Volkslied (Seht wie die Sonne dort sinket) stammt, ist der Text vom deutschen Theologen und Pädagogen Friedrich Wilhelm Kritzinger (* 14.01.1816 in Lehnin; - † 12.06.1890 in Naumburg) verfasst worden.

Dieses Lied steht in A-Dur und ist mit zahlreichen Akkordbrechnungen, harmonisch untermalt.


LUSTIGES KEKSEBACKEN  op.295 ist dem barocken Menuett-Stil nachempfunden und kann als heiteres Zwischenspiel eingesetzt werden.


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